Rapper Sido im Interview in VANITY FAIR

Donnerstag 24 Mai 2007

“Ich bin ein schlechtes Vorbild.”

Berlin (ots) – “Ich bin ein schlechtes Vorbild: Ich nehme Drogen, feiere gerne und führe ein verrücktes Leben”, erklärt Rapper Sido im Interview mit VANITY FAIR. Vorwürfe, dass seine Musik zu Gewalttaten anstiften würde, weist der Rapper jedoch von sich: “Ich bin kein verbaler Brandstifter. Dass Kids wegen meiner Musik losgehen und Mädchen vergewaltigen, ist völliger Bullshit. Das sind ganz andere Einflüsse, die da auf Jungs einwirken. Guckt euch doch mal unsere freizügige und offene Gesellschaft an und fragt euch, ob das wirklich an der Musik liegt, dass Menschen so etwas machen.”

Eine Studie des Familienministeriums in NRW mit jugendlichen Sexualstraftätern ergab, dass die Hälfte der Probanden aggressiven Deutschrap hören. Doch deshalb wolle Sido nicht auf eine Jugendverträglichkeit seiner Texte achten. “Auf keinen Fall! ‘Ich bin wie ich bin’ (Zitat aus dem Lied ‘Schlechtes Vorbild’) und das bleibt auch so. Ich werde mich für nichts und niemanden verbiegen”, stellt er klar.

Dass gewalttätige Rivalität unter den Rappern längst nicht mehr nur in den USA an der Tagesordnung steht, gibt Sido offen zu: “Jeder, der im deutschen Rap Streit sucht, muss sich darüber im Klaren sein, dass die ganze Sache schlimm ins Auge gehen kann. Wenn man Leute in seinen Texten beleidigt und sich die Sache immer weiter hochschaukelt, bleibt einem vielleicht irgendwann nichts anderes übrig, als dem anderen einen Besuch abzustatten. Gerne auch nachts. Das, was wir hier in Deutschland machen, ist schon lange keine Kinderkacke mehr. Und Messer sind gerade mehr in Mode als Fäuste. Leider.”

Das ganze Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe von VANITY FAIR.

Pressekontakt:
Condé Nast Verlag GmbH
Antonia Kreis
Director Editorial Marketing and PR Vanity Fair
Unter den Linden 10
10117 Berlin
Tel: 030 / 201 444-916
Email: antonia.kreis@vanityfair.de


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