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Rose Tattoo – Scared for Life mit Hardrock aus Australien

Rose Tattoo - Scared for Life by SmallTownCriminals

Die Band „Rose Tattoo“ ist vielleicht noch nicht so bekannt wie andere Vertreter aus Down Under. Neben „Scared for Life“ bieten die Small Town Criminals jedoch noch einiges mehr. Wir stellen die Band nun im Folgenden einmal kurz für alle Freunde des gepflegten Hard Rock vor. Australien ist ein Land, dem eine ganze Reihe berühmter Rockbands entsprungen ist. Bekannteste Vertreter sind natürlich AC/DC, aber auch INXS kommen aus „Down Under“. Die vielleicht nicht ganz so bekannten, aber genauso für kompromisslosen Hard Rock stehenden Rose Tattoo dürfen sich in diese Familie einreihen. Die markante Stimme von Sänger „Angry“ Anderson und prägnante Slide Guitar Riffs haben der Band auch zu einiger Popularität verholfen und bieten dem Fan alles, was knackigen Rock n Roll ausmacht: Satte Riffs, kratzige Vocals und pure Power.

Der Stil von Rose Tattoo

Rose Tattoo spielen unverschnörkelten Hard Rock, der sehr riffbetont daherkommt und durch kratzigen, druckvollen Gesang einen sehr rohen, leicht punkigen Sound transportiert. Die Songs der Band sind schlicht gehalten und sind damit ein Ohrenschmaus für die Puristen unter den Rock-Fans. Neben Punk sind auch Einflüsse des Blues in manchen Songs zu erkennen. Markantestes Merkmal der Musik von Rose Tattoo ist jedoch die Slide-Gitarre, welche nicht unbedingt ein Standard in der Hard Rock-Szene ist und normalerweise eher im Blues- und Countrybereich ihren Platz hat. Dadurch erinnert der Sound hin und wieder eben auch an diese Stilrichtungen.

Grundsätzlich sind Rose Tattoo sehr solide und bodenständig in dem, was sie liefern. Wer also kein Fan von experimentellen Abenteuern in seinen Rocksongs ist und auch Synthies nicht ausstehen kann, sollte unbedingt mal reinhören.

Die Bandgeschichte von Rose Tattoo

Rose Tattoo wurden 1976 in Sydney gegründet. Die Originalbesetzung bestand aus Tony Lake am Gesang, Leigh Johnston an der Rhythmusgitarre, Michael Vandersluys an den Drums, Ian Rilen am Bass und Bandleader Peter Wells an der Slide Guitar. Kurz darauf wurden schon erste Veränderungen an der Besetzung vorgenommen; die wichtigste davon war die Aufnahme von Gary „Angry“ Anderson an den Vocals, der die Band in den folgenden Jahren mit seiner Reibeisenstimme maßgeblich prägen sollte.

Zur selben Zeit fand auch der erste Gig der Gruppe im Chequers statt – derselbe Laden, in dem schon AC/DC ihre steile Karriere begannen.

Rose Tattoo – die 70er und 80er Jahre

1977 dann folgte schon die erste Single „Bad Boy for Love“, die bis heute einen der bekanntesten Songs der Band darstellt. Das Lied schaffte es immerhin auf Platz 19 der australischen Charts. Früh schon wurden Rose Tattoo als eine Art „AC/DC mit Slidegitarre“ mit den Aushängeschildern der australischen Rockszene verglichen, und tatsächlich wurde die Aufnahme „Bad Boy for Love“ von den AC/DC-Producern Vanda & Young betreut.
 


 

1978 kam der erste Longplayer auf den Markt mit dem schlichten Namen Rose Tattoo. Dieses Album beinhaltet die ebenfalls bekannt gewordene Bandhymne „Rock n Roll Outlaw“ und konnte auch in Europa in die Charts einsteigen: Nr. 2 in Frankreich, Nr. 5 in Deutschland, Nr. 40 in Großbritannien. Es folgten weitere Besetzungswechsel und 1981 dann schließlich auch die Tour durch Europa. Die Band machte sich einen Namen als lautester Act im berühmten Londoner Marquee und Anderson prägte sich durch irre Aktionen bei den Zuschauern ein, etwa als er auf dem Reading Festival seinen Kopf so lange gegen einen AMP schlug, bis er blutete. 1982 ging es dann erstmals auch in die USA.

Es kam zu weiteren Veränderungen an der Besetzung und auch neue Alben folgten in den 80ern: „Scarred for Life“, „Assault and Battery“, „Southern Stars“ und „Beats from a Single Drum“. Kurios: „Southern Stars“ kam dabei nicht ohne unproblematischen Release daher: Das Label Albert Records verweigert eine Veröffentlichung außerhalb Australiens – Fans müssen für einen Import tief in die Tasche greifen.

Ende er 1980er Jahre startete Anderson einige Soloprojekte und versuchte sich außerdem als Schauspieler im Mel Gibson-Klassiker „Mad Max 3“ und Rose Tattoo fielen darauf 1987 auseinander. Die anderen Mitglieder starteten anschließend teilweise auch ihre eigenen Projekte.

Rose Tattoo – die Reunion und traurige Rückschläge in den 90zigern

Angry bemühte sich daraufhin um eine Reunion der Band, was aber durch unglückliche Ereignisse gebremst wurde, vor allem durch den Krebstod von Drummer Dallas „Digger“ Royall. Kurzzeitig gelang das Comeback als Support Act für Guns ’n‘ Roses 1993.

Die endgültige Wiedervereinigung erfolgte erst 1998 mit der fulminanten All Hell Breaks-Loose!!-Tour. Von der alten Besetzung blieben hier aber nur Anderson und Bassist Rilen übrig, letzterer aber nur für die Dauer der Tournee. Dennoch folgten mit neuen Musikern weitere Live-Shows, unter anderem 2000 auf dem Wacken Open Air, zumal im selben Jahr auch die Live-CD „25 to Life“ herauskam, bis schließlich 2002 „Pain“ das Licht der Welt erblickte – das erste Studioalbum der Band nach 16 Jahren.

Die nächste Platte „Blood Brothers“ war schon in Planung, als die Band einen weiteren herben Rückschlag verkraften musste: Peter Wells, der den Slide-Sound der Gruppe mit seiner Gitarre erst geboren hatte, starb 2006 an Prostatakrebs. Davon ließ sich der Rest aber nicht unterkriegen, das Album kam 2007 und die Jungs gingen auch unermüdlich wieder auf Tour.

2009 kam der nächste Schock: Gitarrist Mick Cocks starb an Leberkrebs. Cocks ist damit neben Wells und Royall das dritte Mitglied, das seinem Krebsleiden erlegen ist. Außer ihnen starben die Ex-Mitglieder Ian Rilen und Lobby Loyde ebenfalls an derselben Krankheit. Es ist, als läge ein Fluch auf der Band. Aber auch dieser Verlust konnte die Band aber nicht auseinanderbringen.

Rose Tattoo Tour für 2020 auf dem Plan

Seitdem stehen Rose Tattoo weiterhin immer wieder mal auf der Bühne. Auch ein neues Album ist geplant, dass laut Anderson wohl das „final statement“ der Band werden sollte – bis heute warten wir allerdings noch auf die Scheibe. Drummer Paul DeMarco machte aber erneut ein Weiterbestehen der Band unsicher, als er 2014 wegen Verstößen gegen das Waffengesetzt ins Gefängnis musste.
 


 

2017 wurde dann schließlich ein neues Line-Up angekündigt, das neben Anderson aus Dai Pritchard an der Slide Guitar, Bob Spencer an der Rhythmusgitarre und Ex-AC/DC-Schwergewicht Mark Evans am Bass besteht. 2018 wurde Drummer Jackie James Barnes noch ins Boot geholt. Diese Jungs stellen damit die aktuelle Besetzung von Rose Tattoo dar. Und natürlich sind sie immer noch aktiv: Die kommende Tour ist für 2020 schon mmit allen Terminen angekündigt.

Wichtige Releases von Rose Tattoo

Studioalben

1978 – Rose Tattoo
1981 – Assault and Battery
1982 – Scarred for Life
1984 – Southern Stars
1986 – Beats from a Single Drum
2002 – Pain
2007 – Blood Brothers

Live-Alben

2000 – 25 to Life
2017 – Live in Brunswick – At the Bombay Bicycle Club

Aktuelle Besetzung von Rose Tattoo

Gesang: Gary „Angry“ Anderson
Slide-Gitarre: Dai Pritchard
Rhythmusgitarre: Bob Spencer
Bass: Mark Evans
Schalgzeug: Jackie James Barnes