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Rock of Ages (2012) Film Kritik, Besetzung und Rezension „Rock of Ages“ verbindet Musicalstruktur mit Rockkultur der späten achtziger Jahre und zeigt urbane Sehnsucht sowie musikalische Selbstinszenierung. Gleichzeitig trifft individueller Ehrgeiz auf eine Branche voller Erwartungen, während die Bühne Aufstieg und Unsicherheit vereint. Außerdem strukturieren Songs Handlung und Emotion, sodass Musik den Rhythmus prägt. Zugleich fungiert Los Angeles als Projektionsfläche für Hoffnung und Veränderung. Sherrie erreicht die Stadt und verliert sofort ihren Besitz, doch Drew hilft ihr und verschafft Arbeit im Bourbon Room. Währenddessen plant Dennis ein Konzert zur Rettung des Clubs, während Patricia Proteste organisiert. Drew und Sherrie nähern sich, jedoch trennen Missverständnisse beide später wieder. Parallel verändert ein Vertrag Drews musikalische Richtung deutlich und zwingt ihn zu neuen Entscheidungen. Schließlich treffen beide erneut aufeinander und suchen eine gemeinsame Perspektive, während äußere Umstände weiter Druck erzeugen. Informationen zum Film Rock of AgesDer Film „Rock of Ages“ erschien 2012 und gehört zum Genre Musical. Regie führte Adam Shankman, während Justin Theroux, Chris D’Arienzo und Allan Loeb das Drehbuch schrieben. Die Musik komponierten Adam Anders und Peer Åström, zudem übernahm Bojan Bazelli die Kamera. Für den Schnitt war Emma E. Hickox verantwortlich. Mehrere Produzenten wirkten mit, darunter Tobey Maguire. Die Laufzeit beträgt 123 Minuten, außerdem erhielt der Film eine Altersfreigabe ab 6 Jahren. In Deutschland startete er am 14. Juni 2012, während der US-Start einen Tag später erfolgte. Zur Besetzung gehören Julianne Hough als Sherrie Christian und Diego Boneta als Drew Boley. Tom Cruise spielt Stacee Jaxx, während Russell Brand die Rolle des Lonnie übernimmt. Ergänzend treten Alec Baldwin als Dennis Dupree sowie Paul Giamatti als Paul Gill auf. Außerdem wirken Catherine Zeta-Jones als Patricia Whitmore und Bryan Cranston als Mike Whitmore mit. Weitere Rollen besetzen Malin Åkerman als Constance Sack und Mary J. Blige als Justice Charlier. Die Dreharbeiten begannen unter anderem im Veranstaltungsort Revolution Live in Fort Lauderdale. Zusätzlich entstanden Szenen an einem Strand in Hollywood sowie im Monarch Hill Renewable Energy Park in Pompano Beach. In Miami wurde eine Straßensektion als Version des Sunset Strip gestaltet, während weitere Aufnahmen im Hard Rock Casino in Hollywood entstanden. Das Budget lag bei etwa 75 Millionen US-Dollar, hingegen belief sich das weltweite Einspielergebnis auf rund 59,4 Millionen US-Dollar. Der Film erhielt einen ALMA Award für Diego Boneta sowie mehrere Nominierungen, darunter bei den Golden Trailer Awards, Teen Choice Awards und Grammy Awards. Zusammenfassung und Handlung des FilmsSherrie Christian erreicht 1987 Los Angeles und verfolgt klare musikalische Ziele. Doch ein Dieb stiehlt ihren Koffer kurz nach der Ankunft. Drew Boley hilft ihr sofort und vermittelt eine Stelle im Bourbon Room. Dadurch erhält sie eine erste Chance in der Stadt. Gleichzeitig kämpft Clubbesitzer Dennis Dupree mit erheblichen finanziellen Problemen. Deshalb plant er ein großes Konzert mit Rockstar Stacee Jaxx. Drew träumt ebenfalls von einer Karriere, jedoch lähmt ihn Lampenfieber regelmäßig. Dennoch entwickelt sich zwischen ihm und Sherrie schnell eine enge Verbindung. Gemeinsam hoffen sie auf Erfolg, während draußen bereits Widerstand gegen den Club wächst. Während die Proteste unter Leitung von Patricia Whitmore zunehmen, treffen sich Drew und Sherrie häufiger. Bei einem Ausflug zum Hollywood Sign kommen sie sich näher. Drew offenbart dabei seine Gefühle und arbeitet an einem eigenen Song. Gleichzeitig bereitet sich Stacee Jaxx auf seinen letzten Auftritt vor. Als die geplante Vorband ausfällt, bringt Sherrie Drews Gruppe ins Spiel. Dadurch erhält Wolfgang Von Colt eine unerwartete Chance. Parallel organisiert Manager Paul Gill ein Interview mit Reporterin Constance Sack. Sie hinterfragt Stacees Verhalten kritisch, doch beide entwickeln eine unerwartete Anziehung. Diese Begegnung sorgt für Spannungen, während das Konzert immer näher rückt. Rückkehr zu den eigenen ZielenKurz vor dem Auftritt entstehen Missverständnisse zwischen Drew und Sherrie. Drew glaubt fälschlicherweise an eine Affäre zwischen ihr und Stacee. Diese Annahme verletzt ihn und beeinflusst seine Bühnenperformance stark. Nach dem Auftritt trennt sich das Paar, und Sherrie verlässt den Club. Drew erhält überraschend ein Angebot von Paul Gill und unterschreibt. Währenddessen verschärfen sich die finanziellen Sorgen im Bourbon Room erneut. Sherrie sucht Arbeit im Venus Club, entscheidet sich jedoch zunächst fürs Kellnern. Gleichzeitig verändert Drews Vertrag seine Karriere unerwartet stark. Statt Rockmusik wird er Teil einer kommerziellen Gruppe. Beide Figuren entfernen sich dadurch zunehmend voneinander und verlieren ihre ursprünglichen Ziele. Mit der Zeit erkennen beide ihre Enttäuschung über den eingeschlagenen Weg. Sherrie entscheidet sich schließlich für eine Tätigkeit als Tänzerin im Venus Club. Drew erkennt parallel, dass seine neue Rolle nicht zu ihm passt. Zufällig entdeckt er Sherries gestohlene Schallplatten in einem Laden. Er kauft alle Exemplare und bringt sie ihr zurück. Dieses Geschenk löst alte Gefühle wieder aus und verändert ihre Haltung. Gleichzeitig beschließt Sherrie, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Auch Stacee beginnt, seine Beziehung zu Constance neu zu bewerten. Mehrere Figuren treffen Entscheidungen, die sie zurück zu ihren eigentlichen Zielen führen. Am Abend eines weiteren Konzerts spitzen sich die Ereignisse erneut zu. Drew tritt mit seiner neuen Band auf, doch das Publikum reagiert ablehnend. Als er Sherrie entdeckt, verlässt er die Bühne und sucht das Gespräch. Beide sprechen offen über die Missverständnisse und versöhnen sich. Gemeinsam kehren sie zur Rockmusik zurück und treten mit Wolfgang Von Colt auf. Gleichzeitig beendet Stacee die Zusammenarbeit mit seinem Manager. Zudem konfrontiert er Patricia öffentlich mit ihrer Vergangenheit. Einige Monate später stehen alle Figuren erneut gemeinsam auf einer großen Bühne. Ihre Wege haben sich verändert, doch ihre ursprünglichen Träume verbinden sie weiterhin. Fazit und Kritik zu Rock of AgesRock of Ages setzt auf grelle Musicalästhetik und vertraute Rockhymnen, doch die Regie schwankt sichtbar. Rock of Ages Adam Shankman inszeniert mit Tempo, jedoch fehlt oft ein klarer Rhythmus. Farben dominieren stark, während die Kamera selten Ruhe findet. Dadurch wirken viele Szenen überladen und verlieren an Wirkung. Gleichzeitig lebt der Film von seiner Energie und den bekannten Songs. Dennoch entsteht kein stimmiges Ganzes, weil Ton und Bild nicht immer harmonieren. Besonders auffällig bleibt der Auftritt von Tom Cruise als exzentrischer Rockstar. Seine Bühnenpräsenz trägt einzelne Szenen, während andere Figuren blass bleiben. Eine Konzertsequenz im Bourbon Room zeigt starke Dynamik, aber auch visuelle Überfrachtung. Dagegen wirkt ein ruhiger Moment am Hollywood Sign deutlich konzentrierter. Hier greifen Bildkomposition und Musik besser ineinander. Dennoch fehlt vielen Übergängen eine klare Struktur, was den Fluss hemmt. Trotz einzelner starker Momente bleibt der Film stilistisch uneinheitlich und erzählerisch zerfasert. Das Ensemble liefert solide Leistungen, doch nicht jede Rolle erhält genügend Raum. Julianne Hough und Diego Boneta spielen engagiert, erreichen jedoch selten emotionale Tiefe. Gleichzeitig sorgt der Soundtrack für Wiedererkennungswert, obwohl er dramaturgisch schwankt. Für Fans klassischer Rockmusik bietet der Film unterhaltsame Passagen. Wer jedoch klare Inszenierung erwartet, wird Schwächen erkennen. So bleibt ein Werk, das mehr durch einzelne Szenen als durch seine Gesamtwirkung überzeugt. |